Das Pferd gehört zu den ältesten Nutztieren, das der Mensch domestiziert hat. Unter den vielen verschiedenen Rassen gibt es viele Rassen die sich sehr ähnlich sind so zum Beispiel das Alt-Oldenburger und die Ostfriesen, beide bezeichnen deutsche Pferderassen, die sich aber sehr ähnlich sind und daher oftmals als eine Rasse angesehen werden.
Sehr bekannt sind die Hannoveraner, die in Deutschland stärkste vertretende Warmblut Pferdezucht. Zu dem zählen die Hannoveraner zu den erfolgreichsten Sportpferde-Zuchten.Die Zucht der Hannoveraner geht auf das 15. Jahrhundert zurück, sie zeichnen sich durch eine exzellente Gang Art aus und sind in der Regel 165 Zentimeter hoch.
Warmblüter, Kaltblüter und Vollblüter
Bei Pferderassen unterscheidet man zwischen Warmblut, Kaltblut und Vollblut Pferden. Die Warmblüter vereinen die Merkmale der Kaltblut und Vollblut Pferde, sind also ein Zwischending zwischen den beiden Pferderassen-Arten. Die Vollblutpferde gehen in ihrer Abstammung auf die Araberpferde zurück, sie unterscheiden sich jeweils noch zwischen den Englischen Vollblütern, dem Anglo-Araber und dem Arabischen Vollblut. Pferde mit einem Vollblut Anteil von mindestens 50%, die aber nicht reine Vollblüter sind, werden als Halbblut bezeichnet. Unter den Halbblütern findet man auch viele Trabern, dies sind Pferde die darauf gezüchtet sind besonders schnel zu traben.
Kaltblüter hingegen sind Pferde mit ruhigem Temperament und viel Körpermasse. Sie eignen sich besonders als Zugpferde und zogen in der Vergangenheit Straßenbahnen oder Bierwagen.
Unter den Warmblütern findet man auch noch viele andere Pferde Rassen wie beispielsweise das Lettische Warmblut, eine Pferderasse aus Lettland, das als arbeitswillig, umgänglich und geduldig gilt oder das Mecklenburger Warmblut, eine weitere deutsche Pferderasse.
Ein besonders kleines Reitpferd ist das Mongolische Pferd, das bereits Dschingis Khan mit seinen Truppen nutze um weite Teile Zentralasiens und Nordchina zu erobern.
Die zweitgrößte geschlossene Deutsche Warmblutzucht bilden die Westfalen. Der Westfale stammt aus Warendorf im Münsterland und ist ein beliebtes Sport- und Freizeitpferd. An den Westfalen erinnert auch das Wappentier Sachsenross, oft auch als Niedersachsenross oder Westfalenpferd bezeichnet. Es ziert das Wappen des Bundeslandes Niedersachsen und ist neben der lippischen Rose und dem Rhein auch auf dem Wappen von Nordrhein-Westfalen zu finden. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen bildet einen Zusammenschluss aus diesen drei Regionen, dem Rheinland im Westen des Bundeslandes, dem historischen Westfalen das ehemals zu Preußen zählte um dem Lipperland, entgegen der Erwartungen liegt die Stadt Lippstadt allerdings in Westfalen.
Ebenfalls bekannt sind die Holsteiner Pferde, deren Zucht bereits im 14. Jahrhundert begann. Aus dem Süden Deutschlands hingegen kommt das Württemberger Warmblut, auch als Baden-Württemberger Warmblut bezeichnet, das allerdings erst seit dem 16. Jahrhundert gezüchtet wird.